aufgeklappte Taschenuhr mit acht Ziffernblättern
Ab 16. Juni 2020 ist der Mathematisch-Physikalischer Salon von Dienstag bis Donnerstag 11 bis 17 Uhr geöffnet.

On Kawara und die Grande Complication

Dialog mit der Schenkung Sammlung Hoffmann

Die Soundarbeit „One Million Years (Past and Future 2–6)“ ist charakteristisch für das Schaffen des japanischen Konzeptkünstlers On Kawara (1933–2014). In seinen oft über Dekaden entstehenden Werken setzte er sich immer wieder mit Zeit und Raum als Koordinaten des menschlichen Daseins auseinander.

  • Laufzeit 18.08.2020—10.01.2021
  • Öffnungszeiten Dienstag bis Donnerstag 11—17 Uhr
  • Eintrittspreise regulär 6 €, ermäßigt 4,50 €, unter 17 frei, Gruppe ab 10 Personen 5,50 €

Auch das

Auch das im Mathematisch- Physikalischen Salon präsentierte Werk ist ein künstlerischer Versuch, der abstrakten Größe Zeit eine greifbare Form zu geben. Als Teil des Ausstellungskapitels „Im Lauf der Zeit“ erklingen in der Bogengalerie Jahreszahlen der fernen Vergangenheit und Zukunft. Die hier zu hörende Aufnahme ist Teil einer fortlaufenden Reihe von Lesungen, die seit 1993 weltweit stattfinden – etwa 2011 auf der documenta 12 und zuletzt 2017 während der Biennale in Venedig. Sie basieren auf den 1969 bzw. 1980 vollendeten Büchern „One Million Years (Past and Future)“, die die ausgeschriebenen Jahreszahlen 998.031 v. Chr. bis 1969 und 1996 bis 1.001.995 n. Chr. verzeichnen. Ihre gesamte Lektüre würde etwa 100 Jahre in Anspruch nehmen.

© One Million Years Foundation, Courtesy One Million Years Foundation and David Zwirner
On Kawara, One Million Years: Past, 1970–71

Im Dialog

Im Dialog mit den in der Bogengalerie präsentierten Instrumenten der Zeitmessung wird das Nachdenken über den unaufhaltbaren und doch kaum begreiflichen Lauf der Zeit angeregt. Die Unmöglichkeit Zeit objektiv wahrzunehmen wird deutlich, wenn die in den Raum gesprochenen vielstelligen Zahlen – in ihrer faktischen Größe längst nicht mehr zu begreifen – zu einem meditativen Grundrauschen werden. Die Schnittstelle zum Mathematisch- Physikalischen Salon bilden zwei Grande Complication genannte Taschenuhren, die beide über einen immerwährenden Kalender verfügen. Auch sie sind Hilfsmittel, um Zeit systematisch zu ordnen und können sie doch nicht kontrollieren.

aufgeklappte Taschenuhr mit acht Ziffernblättern
Martin Seidel, Grande Complication "La Grandiose", 1942-1952

Die Familie Hoffmann

Die Familie Hoffmann schenkte im März 2018 den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ihre umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst, die rund 1 200 Werke umfasst. Ein Anliegen der Schenkung ist es, Werke aus der Sammlung mit den Objekten der unterschiedlichen Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einen Dialog treten zu lassen und dadurch für die heutigen wie die historischen Exponate andere Betrachtungsweisen und Bedeutungsebenen zu öffnen.

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